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Geschichte
Die Gründungsgeschichte des Vereins
14.05.1994
Ruth Schmidth-Stockhausen
Gelb-blaues Netz
Symbolisch für den Club Ostfriesland-Norden ist ein gelb-blaues Netz, das die Einladung zu unserer Charterfeier zierte. Gestaltet hat es unsere Patin, die renommierte Künstlerin Ruth Schmidt Stockhausen, die von 1984 bis zu ihrem Tod im Dezember 2014 in Westdorf bei Nesse lebte. Sie gehörte zu den Soroptimistinnen der ersten Stunde im Nachriegsdeutschland: 1955 wurde sie vom SI-Club Bonn aufgenommen. Als sie im Zuge ihrer Eheschließung nach Bad Nauheim zog, wechselte sie zum Club Frankfurt, der 1952 als zweiter SI-Club in Deutschland gegründet worden war. In der Nähe von Ostfriesland gab es damals allerdings nur den Club Bremen. Daher beschloss Ruth, den Club Ostfriesland-Norden ins Leben zu rufen, der die Nummer 93 erhielt und derzeit 36 Mitglieder hat.

Bis zum 14. Mai 1994, dem Tag unserer Charterfeier, hatte Ruth das erste ostfriesische soroptimistische Netzwerk „zusammenkomponiert. Die Gouverneurin der Schwedischen Union, Tin Westermark, verglich uns bei der Überreichung der Charterurkunde mit einem Strauß Blumen. An dieses Bild erinnern wir uns gern, wenn wir uns bei unseren monatlichen Treffen begegnen.

Ein Gemeinschaftskunstwerk entsteht.
Die Künstlerin macht ein Blumenbukett daraus.
Wir Frauen sind alle sehr unterschiedlich, individuell und eigenständig, aber gemeinsam fügen wir uns zu einem interessanten, großen, bunten Strauß zusammen. Anlässlich des 90. Geburtstags unserer Patin, den wir in ihrem Atelier in Westdorf feierten haben wir die bunte Pracht auf die Leinwand gebannt. Ruth hat daraus ein blumiges Kunstwerk geschaffen, in dem wir uns alle wiederfinden können.
Unsere Clubschwester Hiltraud Brons ruft den SI-Club Leer-Papenburg ins Leben
18.06.2005
Die neuen Soroptimistinnen vor dem Reiherhorst, Gut Halte.
Am 18. Juni 2005 wurde im festlichen Rathaussaal in Leer der Club Leer-Papenburg von Soroptimist International gegründet, der auf Initiative von Club-Patin Hiltraud Brons entstanden ist. Sie war Präsidentin von 2002 bis 2004, als unser Club sein zehnjähriges Bestehen feierte. Insgesamt 140 Männer und Frauen erlebten in Leer die Kerzen-Zeremonie, mit der 23 Frauen in den 160. SID-Club aufgenommen wurden. Hiltraud stellte alle einzeln vor, und Governor Monika Studer vom Club Vaduz aus Liechtenstein übergab die Charterurkunde. Zu den Gratulantinnen gehörte auch Irene Jacobi, damals Präsidentin der Deutschen Union von Soroptimist International. Prof. Anne Friedrichs, die seinerzeit noch Mitglied unseres Clubs war, hielt die Festrede über „Frauen – Bildung – Erfolg“.

Mit dem Erlös der Charterfeier unterstützte der Club Leer-Papenburg den sozialen Ökohof der Kirchengemeinde St. Josef in Papenburg, der behinderten Menschen und Jugendlichen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben, bei der Integration ins Arbeitsleben hilft.

23 Soroptimistinnen werden in den neuen Club Leer-Papenburg aufgenommen.
Club-Präsidentin Ursel Nimmrich bei der Kerzenzeremonie.
Hiltraud Brons stellt die einzelnen Club-Mitglieder vor.
Prof. Anne Friedrichs hält die Festrede.
Rose-Marie von Halem hält unserer Club-Präsidentin Dr. Shahla Stegmann, die über die Bedeutung unseres steinigen Präsents informiert, das Mikrofon hin.
An dem Festabend haben die neue Präsidentin Ursel Nimmrich, Patin Hiltraud Brons und unsere Präsidentin Dr. Shahla Stegmann viel Spaß.
Bei der abendlichen Feier auf Gut Halte überreichte unsere damalige Präsidentin Shahla Stegmann aus Hage der Gründungspräsidentin Ursel Nimmrich zwei besondere Steine, die von Ruth Schmidt Stockhausen bearbeitet worden waren. Sie hatte ihnen die Namen „Sammlung“ und „Entfaltung“ gegeben.

Auf dem Programm der Charterfeier standen auch eine Besichtigung der Meyer Werft und des Museums „ZEITspeicher“ sowie eine Führung durch die historische Altstadt von Leer und das Heimatmuseum.
Suche nach dem verschwundenen Bild
16.03.2012
Anlässlich der Eröffnung des FrauenORTs Hermine Heusler-Edenhuizen in Pewsum, die im März 2012 stattfand, überreichte unsere Clubschwester Frauke Kummer dem Auricher Landrat Harm-Uwe Weber ein bedeutendes Werk unserer Patin Ruth Schmidt Stockhausen: ein gerahmtes Aquarell (70 x 90 cm) mit leuchtenden Rapsfeldern und einer strahlenden Sonne. Es sollte einen besonderen Platz in dem Familienzentrum erhalten, das damals noch zum Teil umgebaut wurde.

Dieses Aquarell von Ruth Schmidt Stockhausen sollte eigentlich im Familienzentrum im Hermine-Heusler-Edenhuizen-Haus hängen.
Als wir nach Abschluss der Bauarbeiten das von uns gestiftete Bild sehen wollten, stellte sich heraus, dass es verschwunden war. Trotz intensiver Bemühungen konnten wir nicht in Erfahrung bringen, was damit geschehen ist. Wir sind sehr enttäuscht, dass der Landkreis Aurich das wirklich großzügige Geschenk unserer Patin offensichtlich nicht zu schätzen wusste – sonst hätte er es an einem sicheren Ort aufbewahrt. Prof. Klaus Hentschel, Ruths Sohn, berichtete bei einer Kuratoriumssitzung im März 2017 von Gerüchten, dass das Bild in einer Gärtnerei gesehen wurde. Er ist Vorsitzender der Ruth Schmidt Stockhausen Stiftung, die er nach dem Tod seiner Mutter gegründet hat. Wie er weiter erklärte, hält sich die Stiftung in dieser unangenehmen Angelegenheit zurück, weil sie nie im Besitz des verschwundenen Gemäldes war.

Unser Club hat sich in der Vergangenheit intensiv mit Hermine Heusler-Edenhuizen befasst. Die erste deutsche Frauenärztin wurde 1872 auf der Pewsumer Burg als viertes von sieben Kindern eines Arztes geboren. Die Praxisräume unserer Clubschwester Dr. Dr. Agnes Langholz, die sich inzwischen im Unruhestand befindet, lagen direkt neben ihrem Geburtshaus. Agnes beteiligte sich daher an der Vorbereitung einer Ausstellung über die berühmte Krummhörnerin und bemühte sich um die Arbeitsutensilien einer Frauenärztin um 1910, die anlässlich der Eröffnung des FrauenORTs im Historischen Museum in Aurich gezeigt wurden.
Wir haben uns an der Schaffung des FrauenORTs Emden beteiligt
01.10.2015
Dr. Hilke Steinkrauß, Gerta Berghaus und Hedwig Hangen bei der Eröffnung des FrauenORTs Emden.
Auch unsere Präsidentin Antje Dieken würdigt das Wirken von Antje Brons.
Auf der von uns gestifteten Bank haben unter anderem Klaas-Dieter Voß (JALB), Okka Fekken und Mechthild Schramme-Haack vom Landesfrauenrat Niedersachsen Platz genommen.
Die damals dreijährige Imina Brons, Enkelin unserer Clubschwester Hiltraud Brons und Urururur-Enkelin von Antje Brons, hat am 1. Oktober 2015 zusammen mit der Emder Gleichstellungsbeauftragten Okka Fekken eine Infotafel an der Tourist-Information enthüllt, die über den neuen FrauenORT Antje Brons informiert.

Imina Brons und Okka Fekken enthüllen die Gedenktafel vor der Tourist Information.
Der vierte FrauenORT in Ostfriesland wurde mit einer großen Festveranstaltung in der Johannes a Lasco Bibliothek (JALB) eingeweiht, an der unter anderem die gebürtige Emderin Hanna Hertlein-Scheider, Ministerialdirigentin im niedersächsischen Sozialministerium, teilnahm. Unser Club spendete eine Antje Brons gewidmete Bank, die seitdem vor der ehemaligen Großen Kirche steht. In ihrem 2011 erschienenen Buch „Das weiße Blatt“ hatte Katja Beisser-Apetz das Leben der Mennonitin Antje Brons beleuchtet, die 1861 mit ihrem Buch „Ursprung, Entwicklung und Schicksale der altevangelischen Taufgesinnten oder Mennoniten“ die erste zusammenfassende Darstellung täuferischer Geschichte im deutschsprachigen Raum schuf. Die religiöse Schriftstellerin, Kirchenhistorikerin und Mitbegründerin der Mennonitischen Blätter wurde am 23. November 1810 als Tochter von Jan ten Doornkaat Koolman in Norden geboren.

Unser Club hatte seinerzeit angeregt, in Emden einen FrauenORT Antje Brons einzurichten, was insgesamt zweieinhalb Jahre dauerte. Zu der Arbeitsgruppe gehörten der Landesfrauenrat, die Stadt Emden, das Ostfriesische Landesmuseum, die JALB und die Mennonitengemeinde unter der Federführung von Katja Beisser-Apetz. Auch unsere Clubschwestern Hedwig Hangen und Gerta Berghaus nahmen an der Kooperation teil.
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