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Club Baerum
Norwegerinnen lernen Ostfriesland in Drei-Städte-Tour kennen
07.09.2015
Vom 4. bis 7. September 2015 hatte unser Club Gelegenheit, sechs Vertreterinnen des Clubs Bærum unsere ostfriesische Heimat und insbesondere die Geschichte ein wenig näherzubringen. Dass wir viel Zeit in Museen verbrachten, erwies sich als großer Vorteil: Das Wetter zeigte sich mit Kälte und Regen nicht gerade von seiner schönsten Seite. Wie wir zwei Jahre zuvor in Norwegen, wurden auch unsere Gäste privat untergebracht, was den Austausch intensivierte. Den ersten Abend verbrachten wir bei unserer Clubschwester Marianne von Frese in der Burg Hinta. Ursprünglich hatten wir grillen wollen, doch genossen wir stattdessen die gemütliche Atmosphäre am flackernden Kamin im ältesten Teil der Burg. Das Fleisch kam aus dem Backofen, und das üppige Büfett, zu dem alle Clubschwestern beigetragen hatten, bot für jeden Geschmack etwas.

In der Burg Hinta begrüßte Marianne von Frese die norwegischen Gäste.
Das Büfett bot für jeden Geschmack etwas.
Das Büfett bot für jeden Geschmack etwas.
Plaudereien am ostfriesischen Kamin.
Im Historischen Museum informiert Hedwig Hangen über die Friesische Freiheit.
Norwegische und ostfriesische Soroptimistinnen vor dem Historischen Museum.
Von da aus ist es nicht weit bis zur Ostfriesischen Landschaft...
... die eine bedeutende Rolle in der Ostfriesischen Geschichte spielte.
Anke Zimmer führt die Soroptimistinnen durch das Teemuseum in Norden.
Bei einer Teezeremonie erläutert sie den Umgang mit der Teekanne.
Zum Tee gibt es Krinthstuut, den die Norwegerinnen als Weihnachtskuchen kennen.
Fasziniert beobachten die Gäste, wie sich die Sahne als Wulkje im Tee verteilt.
Kantorin Agnes Luchterhandt führt durch die Ludgerikirche.
Gruppenfoto nach dem festlichen Abendessen im Café bei der Burg Groothusen.
Janine führt die Soroptimistinnen am Emder Hafen entlang.
Emden ist unter anderem mit Norwegen verbunden, wie diese Tafel zeigt.
Auch die Johannes a Lasco Bibliothek wird kurz besichtigt.
Im Museumsshop der Emder Kunsthalle suchen die Norwegerinnen nach Souvenirs.
Am Deich vor dem Pilsumer Leuchtturm.
Spaziergang durch Greetsiel.
Am Montag heißt es Abschiednehmen in Aurich.
Am Sonnabend führte uns Hedwig Hangen im Historischen Museum in Aurich und anschließend in der Ostfriesischen Landschaft in die Besonderheiten der Friesischen Freiheit ein. Auf einen Besuch des Upstalsbooms verzichteten wir wegen des nach wie vor schlechten Wetters. Nachmittags lernten unsere Gäste das ostfriesische Nationalgetränk im Norder Teemuseum näher kennen – theoretisch in der Ausstellung und praktisch bei einer Einführung in die Teezeremonie. Dazu gab es Krinthstuut mit Butter; wie wir erfuhren, ist das der traditionelle Weihnachtskuchen in Norwegen. Vom Teemuseum brauchten wir anschließend nur wenige Schritte bis zur Ludgerikirche zurückzulegen, wo uns die Kantorin Agnes Luchterhand nach einer kurzen Besichtigung der größten mittelalterlichen Kirche Ostfrieslands die berühmte Arp-Schnitger-Orgel mit einem kleinen Konzert vorstellte. Der Tag endete mit einem festlichen Abendessen im Café der Burg Groothusen. Unsere Gäste hatten ein kleines Quiz vorbereitet, mit dem sie unsere Norwegen-Kenntnisse testeten, und informierten uns über ihre Projekte.

Am Sonntag führte Janine Schaller-Bøyum ihre norwegischen Clubschwestern und uns durch Emden, wobei sie eindrucksvoll vor Augen führte, wie sehr die Hafenstadt durch die Aufnahme der calvinistischen Flüchtlinge ab 1550 geprägt wurde, zu denen viele Kaufleute und Reeder aus Amsterdam und Antwerpen gehörten. Damit begann ein goldenes Zeitalter für Emden, das in dem Bau des Emder Rathauses nach Antwerper Vorbild gipfelte. Es wurde allerdings in den Bombenangriffen am 6. September 1944 zerstört. Bei dem Rundgang, der bis zur Kesselschleuse führt, machten wir unter anderem bei der Kunsthalle, dem Wasserturm, der Johanes a Lasco Bibliothek und dem Bunkermuseum Halt. Den Nachmittag verbrachten wir in dem Fischerdorf Greetsiel, wo viele nach einem Spaziergang eine Tee- oder Kaffeepause in der wieder aufgebauten Mühle einlegten. Damit war das offizielle Programm beendet. Der letzte Abend vor der Abfahrt wurde individuell von den Gastgeberinnen gestaltet.
26. bis 29. April 2013: Zu Besuch beim Club Baerum
28.04.2013
Durch Gert Halmø waren wir bereits in den Jahren 2003 bis 2005 mit den norwegischen Soroptimistinnen verbunden: Die Geschäftsführerin von Statoil in Emden gehörte dem Club Stavanger an und war während ihres Ostfriesland-Aufenthalts ein gern gesehener Gast bei uns. Als wir die Emder Journalistin Janine Schaller 2011 bei uns aufnahmen, ahnten wir nicht, dass sie kurz darauf einen Norweger heiraten und ihrem Mann in sein Heimatland folgen würde.

Geschafft! Die Ostfriesinnen sind in Norwegen eingetroffen.
Bei Margrethe Børresen Aspen in Bekkestua treffen sich alle am 26. April zum gemeinsamen Abendessen.
Janine Schaller-Bøyum (rechts) und Cecilie Carlstedt führen am 27. April durch Sandvika.
Unter anderem informieren sie über den Eisenschreiberhof, das älteste Gebäude im Ort.
Anschließend wird Bærums Verk besichtigt, wo einst Eisenöfen produziert wurden.
Auf der alten Løkke-Brücke in Sandvika, die einst von Claude Monet gemalt wurde.
Bei einem kleinen Imbiss in Bærums Verk ist Zeit für Gespräche (v. r.: Antje Räth, Margrethe Børresen Aspen und Gry Baadstrand Skare).
Bei Clubschwester Kari in Bærum wird die Freundschaft offiziell besiegelt und zugleich der 45. Geburtstag des Clubs Bærum gefeiert. Theda Willhaus überreicht der norwegischen Präsidentin Anne Marie Larsson Jakobsen Präsente.
Nach dem Festakt wird gefeiert. Die Norwegerinnen haben ein köstliches Büfett bereitet.
Den Höhepunkt des Abends bildet die Unterzeichnung des Freundschaftslinks. Mit Agnes Strehlau-Weise ist zugleich eine Notarin präsent.
Am Sonntag wird die norwegische Hauptstadt Oslo erkundet.
Sehr beeindruckt sind die Ostfriesinnen vom Friedensnobelpreis-Center.
Doch der gerade erst geknüpfte Kontakt zu Janine Schaller-Bøyum, die sich bei den norwegischen Soroptimistinnen stark engagiert (derzeit ist sie Vizepräsidentin von SI Norway), hielt und eröffnete uns neue Horizonte. Durch sie lernten wir den norwegischen SI-Club Bærum kennen , den sieben Clubschwestern von uns Ende April 2013 besuchten. Wir feierten mit den Norwegerinnen am 27. April deren 45-jähriges Bestehen und besiegelten bei dieser Gelegenheit unseren Freundschaftslink mit einer feierlichen Zeremonie.

Während unseres Norwegen-Aufenthalts, der vom 26. bis zum 29. April dauerte (am 29. April flogen wir zurück nach Bremen), waren wir bei norwegischen Clubschwestern untergebracht, die uns fürstlich bewirteten. Am ersten Abend aßen alle bei Margrethe Børrensen Aspen, einer Kindergartenleiterin, Riesengarnelen und dazu leckere Salate und selbst gebackenen Kuchen. Den deutschen Riesling, den wir an diesem Abend genossen, hatten wir vom Duty Free Shop im Flughafen mitgebracht.

Janine und ihre junge Clubschwester Cecilie Carlstedt führten uns am Sonnabendvormittag durch Sandvika, wo uns besonders die Løkke-Brücke imponierte. Claude Monet hatte diese erste gusseiserne Brücke Norwegens gemalt, als er seinen Stiefsohn in Sandvika besuchte. Antje Dieken erzählte den Norwegerinnen, dass es umgekehrt eine Brücke in Wirdum gibt, die nach Bildern von Monet geschaffen wurde. Daran, dass 1610 ein Eisenwerk in Bærum errichtet wurde, erinnert der Eisenschreiberhof, das älteste Gebäude in Sandvika. Weil das Bærumer Eisen aber keine gute Qualität hatte, musste Eisen importiert werden, aus dem in Bærums Verk Öfen gefertigt wurden. Die historische Eisenhütte ist heute ein Kunsthandwerker- und Künstlerdorf, in dem wir vor einem Pfannkuchen-Haus zu Mittag aßen, mit Blick auf einen tosenden Wasserfall.

Den Abend verbrachten wir in den privaten Räumen von Clubschwester Kari, die zu den ältesten Mitgliedern des Clubs Bærum gehört. Unsere Clubschwester Theda Willhaus betonte in einer beeindruckenden Rede die Bedeutung der Völkerverständigung für den Frieden und überreichte Präsidentin Anne Marie Larsson Jakobsen einen stattlichen Geldbetrag für die Clubprojekte. Wie wir erfuhren, beteiligt sich der Club Bærum an dem Kampf der Union gegen den Frauenhandel und unterstützt eine mutige Zeitung aus Moldawien, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzt. Die Norwegerinnen freuten sich über die pinkfarbenen T-Shirts vom Benefizlauf zugunsten der Deutschen Krebshilfe, die Antje Räth verteilte.

Am Sonntag stand ein Treffen im Friedensnobelpreis-Center in Oslo auf dem Programm. Zusammen mit den Norwegerinnen erlebten wir eine sehr beeindruckende Führung, die uns zeigte, wie wichtig nach den verheerenden Kriegen des letzten Jahrhunderts der europäische Zusammenschluss für die Wahrung des Friedens ist. Vor dem Besuch des Friedensnobelpreis-Centers hatten die meisten von uns ein Museum ihrer Wahl besucht. Besonders beliebt war dabei das Fram-Museum, in dem man das Polarschiff Fram erkunden und die Expeditionen von Fridtjof Nansen, Otto Sverdrup und Roald Amundsen nachvollziehen kann.

Das Mittagessen nahmen wir im Café der Nationalgalerie ein, wo unter anderem Bilder von Edvard Munch gezeigt wurden. Danach hatten wir noch Zeit, um Oslo auf eigene Faust zu erkunden; doch wurde unser Spaziergang durch das kalte und nasse Wetter abgekürzt. Den Rest des Tages verbrachten wir bei unseren jeweiligen Gastgebern, wobei wir die besondere Wärme der gusseisernen Öfen genossen. Am Montag stand dann nach einem letzten Frühstück bei unseren Gastgeberinnen die Rückreise an.
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